Rechtshängigkeit

Die Rechtshängigkeit tritt ein mit

  • Nationale Schiedsgerichte
    • Schiedsvereinbarung mit Schiedsrichter-Nennung
      • Anrufung des Schiedsgerichts (ZPO 372 Abs. 1 lit. a)
    • Schiedsvereinbarung ohne Schiedsrichter-Nennung
      • Einleitung des Verfahrens auf Bestellung des Schiedsgerichts (ZPO 372 Abs. 1 lit. b, 1. Halbsatz)
      • Einleitung des von den Parteien vereinbarten vorausgehenden Schlichtungsverfahrens (ZPO 372 Abs. 1 lit. b, 2. Halbsatz)

  • Internationale Schiedsgerichte
    • Schiedsvereinbarung mit Schiedsrichter-Nennung
      • Anrufung des Schiedsgerichts (ZPO 372 Abs. 1 lit. a; IPRG 181)
    • Schiedsvereinbarung ohne Schiedsrichter-Nennung
      • Einleitung des Verfahrens auf Bestellung des Schiedsgerichts (ZPO 372 Abs. 1 lit. b, 1. Halbsatz; IPRG 181).

Voraussetzung für die Rechtshängigkeit ist die genügende Substantiierung des Streitgegenstandes.

Folgen der Rechtshängigkeit:

  • Unterbrechung der Verjährung (OR 135 Ziff. 2)
  • Anschlusswirkung gemäss ZPO 372 Abs. 2.

Die Fixationswirkung und die Fortführungslast richten sich nach der jeweilen für anwendbar erklärten Schiedsordnung.

» Weiterführende Informationen zum Thema Schiedsordnung